Vorschriften - Brandschutzfachberatung

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Brandschutzhelfer
Gesetze, Paragraphen, Vorschriften, Regeln ...
... wer soll da noch den Überblick behalten?


Warum sollen Sie eigentlich Brandschutz- oder Evakuierungshelfer unterweisen lassen?
Auf dieser Seite habe ich Ihnen die entscheidenden Schlüsselsätze aus Berufsgenossenschaftlichen
Vorschriften (DGUV), den Arbeitsstättenregeln (ASR),
den Berufgenossenschaftlichen Informationen (BG-I),
dem Arbeitschutzgesetz (ArbSchG) und der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) zusammengestellt.


Prolog

Der Brandschutz hat in unserem Leben einen hohen Stellenwert eingenommen.
Durch die konsequente Umsetzung von Arbeitsschutzgesetzen, die durch Berufsgenossenschaftliche Vorschriften, Informationen und Regeln ergänzt werden, ist die Zahl der schweren Brände im Laufe der vergangenen Jahrzehnte kontinuierlich gesunken.
Die Umsetzung dieser Vorschriften werden zusätzlich von Schriften wie den Arbeitsstättenregeln gestützt, um Unternehmern Sicherheit bei der Umsetzung zu geben.
Im Dezember 2012 wurde nun erstmals der Brandschutzhelfer genau definiert, Ausbildung und auch deren Anzahl werden in der ASR A 2.2 und der DGUV 205-023 vorgegeben.

Nachfolgend finden Sie auszugsweise die wichtigsten Vorschriften zum betrieblichen Brandschutz.

Auszug aus der ASR A 2.2 - Brandschutz:

Unterweisung und Brandschutzhelfer (6.1 und 6.2)

Der bisherige Hinweis in der ASR 13/1,2, dass eine ausreichende Anzahl von Personen in der Handhabung von Feuerlöschern zu unterweisen ist, wurde konkreter gefasst und der umgangssprachlich im Arbeitsschutz schon geläufige Begriff des Brandschutzhelfers eingeführt.

- Anzahl der Brandschutzhelfer ergibt sich aus der
 Gefährdungsbeurteilung nach TRGS 800

- i. d. R. 5 % der Beschäftigten ausreichend (Bürobetrieb)

- praktische Übung gehört zur fachlichen Unterweisung

In der Praxis heißt das für Sie, dass Sie bei einem Betrieb mit "normaler" Gefährdung (z. B. Bürobetrieb) 5 % Ihrer Mitarbeiter zum Brandschutzhelfer schulen lassen müssen.

Sollte die Gefährdung höher anzunehmen sein, ist die Zahl der Helfer entsprechend aufzustocken.







Berufsgenossenschaftliche Vorschriften DGUV 1

§ 21 Allgemeine Pflichten des Unternehmers

(1) Der Unternehmer hat Vorkehrungen zu treffen, dass alle Versicherten, die einer unmittelbaren erheblichen Gefahr ausgesetzt sind oder sein können, möglichst frühzeitig über diese Gefahr und die getroffenen oder zu treffenden Schutzmaßnahmen unterrichtet sind. Bei unmittelbarer erheblicher Gefahr für die eigene Sicherheit oder die Sicherheit anderer Personen müssen die Versicherten die geeigneten Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und Schadens-begrenzung selbst treffen können, wenn der zuständige Vorgesetzte nicht erreichbar ist; dabei sind die Kenntnisse der Versicherten und die vorhandenen technischen Mittel zu berücksichtigen.

(2) Der Unternehmer hat Maßnahmen zu treffen, die es den Versicherten bei unmittelbarer erheblicher Gefahr ermöglichen, sich durch sofortiges Verlassen der Arbeitsplätze in Sicherheit zu bringen.

§ 22 Notfallmaßnahmen

(1) Der Unternehmer hat entsprechend § 10 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) die Maßnahmen zu planen, zu treffen und zu überwachen, die insbesondere für den Fall des Entstehens von Bränden, von Explosionen, des unkontrollierten Austretens von Stoffen und von sonstigen gefährlichen Störungen des Betriebsablaufs geboten sind.

(2) Der Unternehmer hat eine ausreichende Anzahl von Versicherten durch Unterweisung und Übung im Umgang mit Feuerlösch-einrichtungen zur Bekämpfung von Entstehungsbränden vertraut zu machen.

Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)

§ 10 Erste Hilfe und sonstige Notfallmaßnahmen

(1) Der Arbeitgeber hat entsprechend der Art der Arbeitsstätte und der Tätigkeiten sowie der Zahl der Beschäftigten die Maßnahmen zu treffen, die zur Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung der Beschäftigten erforderlich sind. Dabei hat er der Anwesenheit anderer Personen Rechnung zu tragen.
Er hat auch dafür zu sorgen, daß im Notfall die erforderlichen Verbindungen zu außerbetrieblichen Stellen, insbesondere in den Bereichen der Ersten Hilfe, der medizinischen Notversorgung, der Bergung und der Brandbekämpfung eingerichtet sind.

(2) Der Arbeitgeber hat diejenigen Beschäftigten zu benennen, die Aufgaben der Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung der Beschäftigten übernehmen. Anzahl, Ausbildung und Ausrüstung der nach Satz 1 benannten Beschäftigten müssen in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der Beschäftigten und zu den bestehenden besonderen Gefahren stehen. Vor der Benennung hat der Arbeitgeber den Betriebs- oder Personalrat zu hören. Weitergehende Beteiligungsrechte bleiben unberührt.
Der Arbeitgeber kann die in Satz 1 genannten Aufgaben auch selbst wahrnehmen, wenn er über die nach Satz 2 erforderliche Ausbildung und Ausrüstung verfügt.

§ 12 Unterweisung

(1) Der Arbeitgeber hat die Beschäftigten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit während ihrer Arbeitszeit ausreichend und angemessen zu unterweisen. Die Unterweisung umfaßt Anweisungen und Erläuterungen, die eigens auf den Arbeitsplatz oder den Aufgabenbereich der Beschäftigten ausgerichtet sind. Die Unterweisung muß bei der Einstellung, bei Veränderungen im Aufgabenbereich, der Einführung neuer Arbeitsmittel oder einer neuen Technologie vor Aufnahme der Tätigkeit der Beschäftigten erfolgen. Die Unterweisung muß an die Gefährdungsentwicklung angepaßt sein und erforderlichenfalls regelmäßig wiederholt werden.







DGUV 205-023 Brandschutzhelfer
--- Ausbildung und Befähigung ---

Zum Ausbildungsinhalt gehören auch praktische Übungen im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen.

Praxis
         • Handhabung und Funktion,
           Auslösemechanismen von Feuerlöscheinrichtungen

         • Löschtaktik und eigene Grenzen der Brandbekämpfung
           (z. B. Situationseinschätzung, Vorgehensweise)

         • realitätsnahe Übung mit Feuerlöscheinrichtungen,
           z. B. Simulationsgeräte und - anlagen mit
           entsprechenden Aufbausätzen

         • Wirkungsweise und Leistungsfähigkeit der
           Feuerlöscheinrichtungen erfahren

Epilog

Beugen Sie vor!

Die besten Löschgeräte nützen Ihnen nichts, wenn Ihre Mitarbeiter nicht im Umgang damit geschult sind.
Studien haben festgestellt, dass eine Häufung von Löschgeräten falsche Sicherheit vermittelt.

Schützen Sie Ihr Unternehmen, indem Sie Ihre Mitarbeiter regelmäßig durch Schulungen und Übungen richtig vorbereiten.

Ich helfe Ihnen bei der Bestimmung der erforderlichen Brandschutzhelfer und garantiere Ihnen eine fundierte Ausbildung,
die Ihren Mitarbeitern das notwendige Wissen und die Befähigung zur Bekämpfung von Entstehungsbränden vermittelt.
 
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